Im Gegensatz zur „reparativen“ Parodontaltherapie, die darauf abzielt einen weiteren Abbau des Zahnhalteapparats (Parodont) entgegenzuwirken, geht es bei der „regenerativen“ Parodontaltherapie darum, verloren gegangene Gewebestrukturen wieder aufzubauen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Bildung neuer Knochensubstanz.
In unserer Praxis nutzen wir, bei der GTR (Guided Tissue Regeneration), Knochenaufbaumaterialien oder Schmelzmatrixpoteine um die parodontalen Knochendeffekte wieder aufzufüllen.
Um optimale Bedingungen für den Körper zu schaffen die Aufbaumaterialien anzunehmen, erfolgt vor der Behandlung eine PZR, als auch eine „reparative“ Parodontaltherapie. Desweiteren sollte im Vorfeld ein Keimtest erfolgen (Real-Time-PCR), um auszuschliessen, dass gewebsinvasive Keime das Ergebnis negativ beeinflussen.
Voraussetzung für eine erfolgreiche „regenerative“ Parodontaltherapie ist eine optimale Mundhygiene, die im Anschluss mit engmaschigen Nachsorgeterminen und regelmässiger PZR (professionelle Zahnreinigung) einhergehen muss, um das Behandlungsergebnis nicht zu gefährden.
Parodontitis wird unterschätzt
Den Begriff Parodontitis haben die meisten schon einmal gehört. Weniger bekannt ist, dass es sich dabei um eine ernstzunehmende Volkskrankheit handelt, die rund 35 Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Das gilt auch für die gesundheitlichen Risiken, die mit einer Parodontitis einhergehen: Es kann zum Beispiel zu Wechselwirkungen mit Krankheiten wie Diabetes oder Herz- und Kreislauferkrankungen kommen. Mögliche Symptome einer Parodontitis sind unter anderem Mundgeruch, Zahnfleischbluten, Schwellungen und Rötungen des Zahnfleisches oder auch lockere Zähne.
Und zum Schluss die gute Nachricht: Eine Parodontitis kann behandelt werden – je früher, desto besser. Sprechen Sie uns gerne an!